Warum Hitze allein nicht das Problem ist
Der Klimawandel im Garten wird für viele Gartenbesitzer zu einem immer wichtigeren Thema. Die Sommer werden heißer, Trockenperioden länger und Starkregenereignisse häufiger. Viele stellen sich deshalb die Frage: Welche Pflanzen haben in Zukunft überhaupt noch eine Chance?
Diese Frage hören wir im Gartencenter immer häufiger. Doch die Antwort ist überraschend: Nicht allein die Hitze entscheidet darüber, ob eine Pflanze gesund wächst oder eingeht.
Ebenso wichtig sind der passende Boden, eine durchdachte Pflanzenauswahl und die richtige Pflege. Viele Pflanzen, die als besonders trockenheitsverträglich gelten, sterben nicht im Sommer – sondern im Winter. Andere leiden weniger unter Trockenheit als unter Staunässe oder einem ungeeigneten Standort.
Genau aus diesem Grund entstand unser Fachvortrag „Der klimafitte Garten – mehr als Hitze und Trockenheit“. Die wichtigsten Inhalte und Empfehlungen haben wir in diesem Beitrag für Sie zusammengefasst.
Klimawandel im Garten – mehr als Hitze und Trockenheit
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Viele Menschen verbinden den Klimawandel ausschließlich mit heißen Sommern. Tatsächlich verändern sich jedoch mehrere Faktoren gleichzeitig, die sich direkt auf unsere Gärten auswirken.
Heute müssen Pflanzen mit ganz neuen Bedingungen zurechtkommen:
- längere Trockenperioden
- mehr Hitzetage
- Starkregenereignisse
- mildere Winter
- Spätfröste nach frühem Austrieb
Gerade diese Kombination macht die Pflanzenauswahl anspruchsvoller als früher. Während einige Arten unter Trockenheit leiden, reagieren andere empfindlich auf lange Regenperioden oder starke Temperaturschwankungen im Winter.
Ein klimafitter Garten berücksichtigt deshalb nicht nur den Sommer, sondern das gesamte Jahr.
Der größte Irrtum
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Wer sich mit klimaangepassten Pflanzen beschäftigt, stößt schnell auf Arten wie Lavendel, Steppensalbei, Perovskia oder Bartblume. Sie gelten als ausgesprochen hitze- und trockenheitsverträglich und werden häufig als ideale Klimapflanzen empfohlen.
Das stimmt – allerdings nur unter den richtigen Bedingungen. Alle diese Pflanzen stammen ursprünglich aus Regionen mit gut durchlässigen, eher mageren Böden. Dort versickert Regenwasser schnell und die Wurzeln stehen niemals über längere Zeit im Nassen.
Genau hier liegt der häufigste Fehler.
Viele Gartenbesitzer pflanzen Lavendel oder Perovskia in schwere Lehmböden. Während die Pflanzen den trockenen Sommer problemlos überstehen, sammelt sich im Winter oder während der Schneeschmelze Wasser im Boden. Die Wurzeln bekommen zu wenig Sauerstoff, beginnen zu faulen und die Pflanze stirbt. Nicht die Sommerhitze ist das Problem. Nicht einmal der Frost. Sondern dauerhaft nasse Füße.
Deshalb gilt:
Trockenheitsverträglich bedeutet nicht automatisch unkompliziert.
Der Standort entscheidet darüber, ob eine Pflanze viele Jahre gesund wächst oder bereits nach kurzer Zeit wieder ersetzt werden muss.
Der Boden entscheidet
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Oft konzentrieren wir uns bei der Pflanzenauswahl ausschließlich auf die Pflanze selbst. Dabei entscheidet in vielen Fällen der Boden darüber, ob sie sich langfristig entwickeln kann. Grundsätzlich lassen sich drei Bodentypen unterscheiden.
Schwere Lehmböden
Lehmböden besitzen eine hohe Wasserspeicherfähigkeit und versorgen Pflanzen auch während trockener Perioden lange mit Feuchtigkeit. Gleichzeitig neigen sie jedoch dazu, Wasser nur langsam abzuleiten. Dadurch kann es besonders im Winter oder nach Starkregen zu Staunässe kommen.
Für viele Gehölze, Rosen oder Taglilien ist das kein Problem. Mediterrane Pflanzen reagieren dagegen häufig empfindlich.
Sandige Böden
Sandböden sind gut durchlüftet und lassen überschüssiges Wasser schnell versickern. Dadurch entsteht kaum Staunässe. Gleichzeitig trocknen sie jedoch deutlich schneller aus und können Wasser sowie Nährstoffe nur begrenzt speichern.
Hier profitieren Pflanzen besonders von einer regelmäßigen Bodenverbesserung mit Kompost oder organischer Substanz.
Der Idealboden
Ein guter Gartenboden vereint die Vorteile beider Bodentypen. Er speichert ausreichend Wasser, bleibt gleichzeitig gut durchlüftet und ermöglicht den Wurzeln eine gesunde Entwicklung. Genau diese Balance sorgt dafür, dass Pflanzen auch extreme Wetterlagen besser überstehen. Deshalb lautet einer der wichtigsten Grundsätze im Garten:
Klimafähige Pflanzen brauchen klimafähige Böden.
Bodenverbesserung
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Nachdem wir den eigenen Boden kennengelernt haben, stellt sich die nächste Frage: Sollte man ihn grundsätzlich verbessern?
Die Antwort lautet: Es kommt darauf an.
Viele Gartenbesitzer möchten ihren Boden möglichst humusreich, locker und nährstoffreich gestalten. Für zahlreiche Gartenpflanzen ist das tatsächlich die beste Voraussetzung. Es gibt jedoch auch Arten, die sich auf nährstoffarmen Standorten deutlich wohler fühlen.
Deshalb gilt: Nicht jeder Boden muss verbessert werden – manchmal ist es sinnvoller, seine natürlichen Eigenschaften gezielt zu nutzen.
Schwere Böden verbessern
Lehmige Böden bieten den Vorteil, dass sie Wasser und Nährstoffe lange speichern. Gleichzeitig können sie bei anhaltenden Niederschlägen sehr dicht werden und überschüssiges Wasser nur langsam ableiten. Für viele Gehölze stellt das kein Problem dar. Pflanzen aus mediterranen oder steppenartigen Regionen reagieren dagegen empfindlich auf dauerhaft nasse Wurzeln. In solchen Fällen lohnt es sich, den Pflanzbereich gezielt zu verbessern.
Bewährt haben sich beispielsweise:
- grober Sand
- Splitt oder feiner Kies
- mineralische Zuschlagstoffe
- reifer Kompost zur Verbesserung der Bodenstruktur
Dadurch wird der Boden luftiger, überschüssiges Wasser kann besser versickern und die Wurzeln erhalten ausreichend Sauerstoff.
Brunner-Tipp: Verbessern Sie nicht nur das Pflanzloch. Wird lediglich eine kleine Grube mit lockerer Erde gefüllt, entsteht schnell eine Art „Blumentopf im Boden“, in dem sich Wasser sammelt. Besser ist es, einen größeren Bereich rund um die Pflanzstelle zu lockern und zu verbessern.
Sandige Böden aufwerten
Das Gegenteil findet sich auf sehr sandigen Standorten. Hier versickert Regenwasser oft innerhalb weniger Stunden. Gleichzeitig werden Nährstoffe schnell ausgewaschen, sodass Pflanzen häufiger unter Trockenstress leiden. Das Ziel ist deshalb nicht, den Boden durchlässiger zu machen, sondern seine Fähigkeit zu verbessern, Wasser und Nährstoffe zu speichern.
Besonders geeignet sind:
- Kompost
- gut verrotteter Rindenhumus
- organische Bodenverbesserer
- Mulchschichten aus organischem Material
Mit jeder Gabe steigt der Humusgehalt. Dadurch verbessert sich die Wasserspeicherung und der Boden wird langfristig fruchtbarer.
Weniger ist manchmal mehr
Es gibt jedoch Pflanzengruppen, die auf sehr nährstoffreichen Böden ihre typischen Eigenschaften verlieren. Viele Steppenpflanzen bilden in mageren Böden besonders kompakte Wuchsformen, intensive Blütenfarben und eine hohe Standfestigkeit aus. Wer solche Pflanzen in stark gedüngte Böden setzt, erlebt häufig das Gegenteil. Die Triebe werden weich und lang, die Pflanzen kippen leichter auseinander und reagieren oft empfindlicher auf Krankheiten oder Winternässe.
Typische Beispiele sind:
- Lavendel
- Steppensalbei
- Perovskia
- Bartblume
- Federgras
Diese Pflanzen benötigen keine besonders nährstoffreichen Böden. Entscheidend ist vielmehr eine gute Drainage. Deshalb kann es sinnvoll sein, den Boden gezielt mit Splitt oder Kies abzumagern, anstatt ihn mit viel Kompost anzureichern.
Merke: Nicht jeder Boden muss möglichst fruchtbar sein. Die besten Ergebnisse entstehen dort, wo Boden und Pflanze zueinander passen.
Der Boden ist die Grundlage eines klimafitten Gartens
Die Diskussion über klimaangepasste Pflanzen konzentriert sich häufig auf einzelne Arten. Dabei beginnt ein erfolgreicher Garten meist unter der Oberfläche. Ein gesunder Boden speichert Wasser, versorgt Pflanzen mit Nährstoffen, bietet unzähligen Bodenorganismen einen Lebensraum und sorgt dafür, dass Wurzeln auch in Trockenperioden ausreichend versorgt werden. Wer seinen Boden kennt und ihn gezielt auf die Bedürfnisse seiner Pflanzen abstimmt, schafft die wichtigste Grundlage für einen dauerhaft gesunden Garten.
Damit haben wir den Boden vorbereitet. Jetzt geht es um die eigentliche Pflanzenauswahl. Denn selbst der beste Boden kann seine Vorteile nur ausspielen, wenn die Pflanzen zum Standort passen.
Die richtigen Pflanzen für trockene Standorte
Trockenheitsverträgliche Pflanzen sind heute gefragter denn je. Kein Wunder: Heiße Sommer und längere Trockenphasen stellen viele Gärten vor neue Herausforderungen.
Doch auch hier gilt: Es gibt nicht die Klimapflanze.
Während einige Arten mit wochenlanger Trockenheit problemlos zurechtkommen, benötigen andere trotz ihrer Robustheit einen gut vorbereiteten Boden oder einen geschützten Standort.
Die folgenden Pflanzen haben sich in unseren Gärten bewährt und eignen sich hervorragend für sonnige bis trockene Standorte. Sie verbinden eine hohe Widerstandsfähigkeit mit einem attraktiven Erscheinungsbild und tragen dazu bei, den Garten auch in Zukunft lebendig und abwechslungsreich zu gestalten.
Bäume für trockene Standorte
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Bäume prägen den Charakter eines Gartens über viele Jahrzehnte. Umso wichtiger ist es, bereits heute Arten auszuwählen, die auch mit längeren Trockenphasen gut zurechtkommen. Zu den bewährten Klimabäumen zählt beispielsweise der Feldahorn. Er gilt als ausgesprochen robust, verträgt Hitze ebenso wie zeitweise Trockenheit und eignet sich hervorragend für kleinere Hausgärten. Auch die Hopfenbuche gewinnt zunehmend an Bedeutung. Sie stammt ursprünglich aus südlicheren Regionen Europas und zeigt sich selbst in heißen Sommern erstaunlich widerstandsfähig.
Wer einen markanten Solitärbaum sucht, trifft mit der Blumen-Esche oder der Baummagnolie eine zukunftsfähige Wahl. Sie verbinden eine hohe Zierwirkung mit einer guten Anpassungsfähigkeit an wärmere Klimabedingungen. Auch die Felsenbirne, der Amberbaum oder der Lederhülsenbaum überzeugen durch ihre Trockenheitsverträglichkeit und ihren hohen Zierwert. Selbst heimische Arten wie die Winterlinde oder die Elsbeere zeigen sich erstaunlich anpassungsfähig und gehören zu den Gehölzen, die auch künftig eine wichtige Rolle in unseren Gärten spielen werden.
Brunner-Tipp: Auch der trockenheitsverträglichste Baum benötigt in den ersten Standjahren regelmäßige Wassergaben. Erst ein gut entwickeltes Wurzelsystem ermöglicht es ihm, längere Trockenperioden selbstständig zu überstehen.
Empfehlenswerte Bäume für trockene Standorte
- Amberbaum, Liquidambar styraciflua
- Baummagnolie, Magnolia kobus
- Baumhasel, Corylus colurna
- Blumenesche, Fraxinus ornus
- Eisenholzbaum, Parrotia persica
- Elsbeere, Sorbus torminalis
- Esskastanie, Castanea sativa
- Fächerblattbaum, Ginkgo biloba
- Feldahorn, Acer campestre
- Felsenbirne, Amelanchier lamarckii
- Hainbuche, Carpinus betulus
- Hopfenbuche, Ostrya carpinifolia
- Kornelkirsche, Cornus mas
- Lederhülsenbaum, Gleditsia triacanthos
- Mehlbeere, Sorbus aria
- Platane, Platanus × hispanica
- Spitzahorn, Acer platanoides
- Trompetenbaum, Catalpa bignonioides
- Winterlinde, Tilia cordata
- Zierapfel, Malus
Sträucher für trockene Standorte
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Sträucher bringen Struktur, Blüten und Farbe in den Garten. Gleichzeitig übernehmen sie wichtige Funktionen als Sichtschutz, Lebensraum für Insekten und Vögel oder als gestalterisches Bindeglied zwischen Bäumen und Stauden. Gerade in Zeiten zunehmender Trockenheit lohnt sich deshalb die Auswahl robuster Arten.
Zu den zuverlässigsten Blütensträuchern zählt der Perlmuttstrauch. Er überzeugt mit seiner üppigen Blüte im Frühsommer und zeigt sich auch in trockeneren Jahren erstaunlich anspruchslos. Ebenso bewährt hat sich der Blasenstrauch, der von Natur aus an sonnigen und trockenen Standorten wächst. Seine dekorativen Fruchthülsen sorgen bis in den Herbst hinein für zusätzlichen Zierwert. Ein echter Klassiker für sonnige Gärten ist die Bartblume. Sie zählt zu den letzten reich blühenden Insektenmagneten des Jahres und entwickelt sich auf durchlässigen Böden besonders zuverlässig. Auch mediterran wirkende Arten wie der Mönchspfeffer oder die Blauraute kommen mit sommerlicher Hitze hervorragend zurecht und verleihen Pflanzungen eine leichte, fast südliche Ausstrahlung. Wer zusätzlich Wert auf eine attraktive Herbstfärbung legt, findet im Perückenstrauch oder im Essigbaum ausgezeichnete Gestaltungspartner.
Heimische Gehölze wie die Kornelkirsche , der Liguster oder der Hartriegel zeigen ebenfalls eine hohe Widerstandsfähigkeit und bieten zahlreichen Insekten und Vögeln Nahrung und Lebensraum.
Auch Zwerggehölze eignen sich hervorragend für trockene Standorte. Besonders Fingerstrauch, Zwergspiere, Zwerg-Berberitze oder kompakte Sommerflieder entwickeln sich bei ausreichend Sonne ausgesprochen vital.
Brunner-Tipp: Viele trockenheitsverträgliche Sträucher danken einen sonnigen Standort mit einer besonders reichen Blüte und einer intensiveren Herbstfärbung. Im Schatten verlieren viele Arten einen Teil ihrer Widerstandskraft und Blühfreude.
Empfehlenswerte Sträucher für trockene Standorte
- Bartblume, Caryopteris clandonensis
- Berberitze, Berberis
- Blasenstrauch, Physocarpus opulifolius
- Blauraute, Perovskia atriplicifolia
- Essigbaum, Rhus typhina
- Felsenbirne, Amelanchier lamarckii
- Fingerstrauch, Potentilla fruticosa
- Glanzmispel, Photinia × fraseri
- Hartriegel, Cornus sanguineum
- Holunder, Sambucus nigra
- Judasbaum, Cercis canadensis
- Kolkwitzie, Kolkwitzia amabilis
- Kornelkirsche, Cornus mas
- Liguster, Ligustrum vulgare
- Mönchspfeffer, Vitex agnus-castus
- Ölweide, Elaeagnus × ebbingei
- Perückenstrauch, Cotinus coggygria
- Portugiesischer Lorbeer, Prunus lusitanica
- Sanddorn, Hippophae rhamnoides
- Schlehe, Prunus spinosa
- Sommerflieder, Buddleja davidii
- Tamariske, Tamarix tetandra
- Weißdorn, Crataegus monogyna
- (Wild-)Rosen, Rosa
- Zierapfel, Malus
- Zwergflieder, Syringa meyeri
- Zwergspiere, Spiraea japonica
Stauden & Graser für trockene Standorte
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Stauden und Gräser zählen zu den Gewinnern des Klimawandels. Viele Arten stammen ursprünglich aus Steppen, Prärien oder felsigen Landschaften und sind bestens an sonnige, trockene Standorte angepasst. Sie benötigen nach dem Anwachsen nur wenig Pflege, überzeugen durch eine lange Blütezeit und verleihen dem Garten vom Frühjahr bis weit in den Winter hinein Struktur und Lebendigkeit.
Besonders bekannt ist der Lavendel, dessen silbrig-graues Laub und violette Blüten mediterranes Flair in den Garten bringen. Ebenso bewähren sich Steppensalbei, Katzenminze, Schafgarbe oder Prachtkerze, die mit ihrer langen Blütezeit zahlreiche Wildbienen und Schmetterlinge anziehen.
Für kräftige Farbakzente sorgen Sonnenhut, Kugeldistel, Spornblume, Witwenblume oder die robuste Fetthenne. Gleichzeitig bringen filigrane Gräser wie Federgras, Rutenhirse oder Rasenschmiele Bewegung und Leichtigkeit in die Pflanzung. Selbst außerhalb der Blütezeit sorgen ihre Samenstände und Halme für attraktive Winterbilder und bieten zahlreichen Insekten und Vögeln einen wertvollen Lebensraum.
Brunner-Tipp: Trockenheitsverträgliche Stauden und Gräser benötigen in der Regel nur wenig Dünger. Ein zu nährstoffreicher Boden führt häufig zu weichen Trieben und einer geringeren Standfestigkeit. Schneiden Sie Gräser außerdem erst im zeitigen Frühjahr zurück – ihre Halme schützen die Pflanzen im Winter und sorgen gleichzeitig für eine reizvolle Gartenstruktur.
Empfehlenswerte Stauden & Gräser für trockene Standorte
- Alant, Inula magnifica
- Perlkörbchen, Anaphalis triplinervis
- Bergminze, Calamintha nepeta
- Katzenminze, Nepeta × faassenii
- Zierlauch, Allium-Arten
- Wolfsmilch, Euphorbia
- Skabiose, Scabiosa
- Fetthenne, Sedum telephium
- Blut-Storchschnabel, Geranium sanguineum
- Flockenblume, Centaurea dealbata
- Wiesenknopf, Sanguisorba officinalis
- Lavendel, Lavandula angustifolia
- Steppensalbei, Salvia nemorosa
- Schafgarbe, Achillea millefolium
- Prachtkerze, Gaura lindheimeri
- Spornblume, Centranthus ruber
- Witwenblume, Knautia macedonica
- Kugeldistel, Echinops ritro
- Schleierkraut, Gypsophila paniculata
- Sonnenhut, Echinacea purpurea
- Federgras, Stipa tenuissima
- Rasenschmiele, Deschampsia cespitosa
- Rutenhirse, Panicum virgatum
Heckenpflanzen für trockene Standorte
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Hecken gehören zu den prägenden Gestaltungselementen eines Gartens. Sie schaffen Privatsphäre, bieten Lebensraum für zahlreiche Tiere und verbessern das Kleinklima. Gleichzeitig stehen sie durch längere Trockenperioden und zunehmende Wetterextreme vor neuen Herausforderungen.
Während einige Heckenpflanzen unter Hitze und Wassermangel deutlich leiden, zeigen sich andere erstaunlich robust. Wer heute eine neue Hecke pflanzt, sollte deshalb nicht nur auf Wuchshöhe oder Sichtschutz achten, sondern auch auf die Anpassungsfähigkeit der jeweiligen Art.
Besonders bewährt haben sich heimische Gehölze wie Hainbuche, Liguster, Feldahorn oder Kornelkirsche. Sie vertragen Trockenphasen deutlich besser als oft angenommen, bieten gleichzeitig einen hohen ökologischen Wert und dienen zahlreichen Insekten und Vögeln als Lebensraum.
Auch immergrüne Hecken müssen künftig nicht ausgeschlossen werden. Die Eibe gilt trotz ihres langsamen Wachstums als ausgesprochen trockenheitsverträglich und kommt auch mit längeren Hitzeperioden gut zurecht. Ebenfalls bewährt haben sich die Glanzmispel und der Portugiesische Kirschlorbeer, die insbesondere auf durchlässigen Böden eine interessante Alternative zu klassischen Heckenpflanzen darstellen.
Weniger empfehlenswert sind dagegen Arten mit einem hohen Wasserbedarf oder einer geringen Hitzetoleranz wie Lebensbaum oder Scheinzypresse. Gerade bei Neupflanzungen lohnt es sich deshalb, den Blick auf klimaangepasste Alternativen zu richten.
Neben der Pflanzenauswahl spielt auch die Gestaltung eine wichtige Rolle. Gemischte Hecken aus verschiedenen Gehölzen sind widerstandsfähiger gegenüber Krankheiten, bieten eine längere Blüte- und Fruchtzeit und erhöhen den ökologischen Wert deutlich. Gleichzeitig wirken sie natürlicher und abwechslungsreicher als reine Monokulturen.
Brunner-Tipp: Eine Hecke wird für viele Jahrzehnte gepflanzt. Wer sich heute für robuste und klimaangepasste Arten entscheidet, reduziert den Pflegeaufwand und schafft eine dauerhaft gesunde Gartenstruktur.
Empfehlenswerte Heckenpflanzen
- Eibe, Taxus baccata
- Feldahorn, Acer campestre
- Glanzmispel, Photinia × fraseri
- Hainbuche, Carpinus betulus
- Kornelkirsche, Cornus mas
- Liguster, Ligustrum vulgare
- Portugiesischer Lorbeer, Prunus lusitanica
Pflanzen für wechselfeuchte Standorte
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Nicht jeder Garten lässt sich eindeutig als trocken oder feucht einordnen. Gerade schwere Böden oder leichte Geländesenken stehen nach Starkregen zeitweise unter Wasser, können in längeren Trockenphasen aber ebenso stark austrocknen. Solche wechselnden Bedingungen nehmen durch den Klimawandel immer häufiger zu.
Für diese Standorte eignen sich Pflanzen, die sowohl mit kurzfristiger Nässe als auch mit sommerlicher Trockenheit gut zurechtkommen. Sie sind keine klassischen Sumpfpflanzen, sondern echte Allrounder, die sich an wechselnde Wetterbedingungen anpassen können.
Bei den Gehölzen zählen beispielsweise Amberbaum, Winterlinde, Hainbuche und viele Weiden zu den robusten Vertretern. Auch zahlreiche Sträucher wie Berberitze, Blasenspiere, Schneeball, Kornelkirsche, Schneebeere, Hartriegel, Schwarzer Holunder, Flieder oder Kolkwitzie zeigen sich erstaunlich anpassungsfähig.
Auch bei den Stauden gibt es zahlreiche Arten, die sowohl trockene Sommer als auch vorübergehend feuchte Böden gut überstehen. Bewährt haben sich unter anderem Taglilien, Wasserdost, Phlox, Astern, Sonnenhut, Sonnenbraut, Frauenmantel sowie verschiedene Storchschnabel-Arten. Ergänzt werden können diese Pflanzungen durch strukturgebende Gräser wie das Lampenputzergras oder schattenverträgliche Funkien, sofern der Standort nicht dauerhaft austrocknet.
Diese Pflanzen bieten einen entscheidenden Vorteil: Sie reagieren deutlich gelassener auf Wetterextreme. Statt bereits nach wenigen heißen Wochen oder einem nassen Frühjahr zu schwächeln, bleiben sie über viele Jahre vital und sorgen für ein dauerhaft attraktives Gartenbild.
Brunner-Tipp: Bevor Sie schwierige Standorte aufwendig verändern, lohnt sich oft ein anderer Ansatz: Wählen Sie Pflanzen, die von Natur aus mit wechselnden Bedingungen zurechtkommen. Häufig ist die richtige Pflanze die einfachere und nachhaltigere Lösung als eine aufwendige Bodenumgestaltung.
Empfehlenswerte Pflanzen für wechselfeuchte Standorte
Bäume
- Amberbaum, Liquidambar styraciflua
- Hainbuche, Carpinus betulus
- Winterlinde, Tilia cordata
- Weiden, Salix-Arten
Sträucher
- Berberitze, Berberis
- Blasenspiere, Physocarpus opulifolius
- Flieder, Syringa vulgaris
- Hartriegel, Cornus sanguinea
- Holunder, Sambucus nigra
- Kolkwitzie, Kolkwitzia amabilis
- Kornelkirsche, Cornus mas
- Schneebeere, Symphoricarpo
- Schneeball, Viburnum opulus
Stauden und Gräser
- Aster, Aster–Arten
- Blutweiderich, Lythrum salicaria
- Frauenmantel, Alchemilla mollis
- Funkien, Hosta
- Kaukasus-Vergissmeinnicht, Brunnera macrophylla
- Kerzenknöterich, Persicaria amplexicaulis
- Lampenputzergras, Pennisetum alopecuroides
- Phlox, Phlox paniculata
- Sonnenbraut, Helenium
- Sonnenhut, Echinacea purpurea
- Storchschnabel, Geranium
- Taglilie, Hemerocallis
- Wasserdost, Eupatorium
Mulchen – der natürliche Schutz für den Boden
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Ein gesunder Boden ist die Grundlage für vitale Pflanzen. Damit er diese Aufgabe dauerhaft erfüllen kann, sollte er möglichst selten ungeschützt der Sonne, dem Wind oder Starkregen ausgesetzt sein. In der Natur gibt es schließlich auch keine nackten Böden – abgefallene Blätter, Pflanzenreste oder abgestorbene Gräser bedecken die Erde und schützen sie vor Witterungseinflüssen.
Genau dieses Prinzip macht sich das Mulchen zunutze.
Eine Mulchschicht reduziert die Verdunstung deutlich und hilft dabei, die Feuchtigkeit länger im Boden zu speichern. Gleichzeitig schützt sie den Boden vor starker Erwärmung im Sommer und mindert die Verschlämmung bei heftigen Regenfällen. Auch das Wachstum unerwünschter Wildkräuter wird spürbar reduziert. Mit der Zeit wird organischer Mulch von Bodenlebewesen zersetzt. Dadurch entstehen wertvoller Humus und neue Nährstoffe, die den Pflanzen langfristig zugutekommen. Gleichzeitig fördert eine Mulchschicht das Bodenleben und verbessert die Bodenstruktur. Als Mulchmaterial eignen sich beispielsweise Rindenmulch, Holzhäcksel, Rasenschnitt oder Laub. Welches Material verwendet wird, hängt von der jeweiligen Pflanzung ab. Während Rindenmulch besonders unter Gehölzen sinnvoll ist, profitieren Staudenbeete häufig von einer dünnen Schicht aus gehäckseltem Grünschnitt oder Laub.
Nicht jede Pflanze mag jedoch eine dicke Mulchschicht. Besonders trockenheitsliebende Stauden aus Steppen- oder Felsregionen bevorzugen mineralische Materialien wie Kies oder Splitt. Diese speichern zusätzlich Wärme, halten den Wurzelbereich trocken und entsprechen den natürlichen Standortbedingungen vieler dieser Arten.
Brunner-Tipp: Mulchen Sie den Boden erst, wenn er ausreichend erwärmt und gut durchfeuchtet ist. Eine fünf bis sieben Zentimeter starke Mulchschicht reicht in den meisten Fällen aus und sollte den Stamm oder die Pflanzenbasis nicht direkt bedecken.
Schottergarten oder Kiesgarten? Der entscheidende Unterschied
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Schottergärten stehen seit einigen Jahren stark in der Kritik – und das aus gutem Grund. Gleichzeitig werden sie häufig mit Kiesgärten verwechselt. Dabei unterscheiden sich beide Gestaltungsformen grundlegend.
Ein klassischer Schottergarten besteht meist aus einer Folie oder einem Unkrautvlies, das anschließend mit einer dicken Schicht Schotter oder Splitt abgedeckt wird. Pflanzen spielen hier nur eine untergeordnete Rolle oder fehlen ganz. Die steinige Oberfläche heizt sich im Sommer stark auf, speichert die Wärme bis in die Nacht und bietet kaum Lebensraum für Insekten oder andere Tiere. Gleichzeitig gelangt Regenwasser nur eingeschränkt in den Boden und organisches Material sammelt sich mit der Zeit zwischen den Steinen. Die Folge: Trotz Vlies wachsen nach einigen Jahren wieder Wildkräuter, deren Entfernung oft aufwendiger ist als in einem bepflanzten Beet.
Ein Kiesgarten verfolgt dagegen ein völlig anderes Konzept. Hier stehen die Pflanzen im Mittelpunkt. Kies oder Splitt dienen lediglich als mineralische Mulchschicht, die den Boden vor Austrocknung schützt, Wasser gut versickern lässt und die natürlichen Standortbedingungen vieler trockenheitsverträglicher Pflanzen nachbildet. Besonders Stauden und Gräser aus Steppen- und Präriegebieten entwickeln sich unter diesen Bedingungen hervorragend.
Ein gut geplanter Kiesgarten ist lebendig, verändert sich im Jahresverlauf und bietet zahlreichen Insekten Nahrung und Lebensraum. Gleichzeitig benötigt er nach der Anwachsphase vergleichsweise wenig Wasser und Pflege.
Brunner-Tipp: Ein Kiesgarten besteht zu einem großen Teil aus Pflanzen – nicht aus Steinen. Die mineralische Mulchschicht unterstützt die Bepflanzung, ersetzt sie aber nicht.
Merke
Schottergarten: Steine dominieren, Pflanzen sind Nebensache.
Kiesgarten: Pflanzen dominieren, Kies unterstützt den Standort.
Hat der Rasen noch eine Zukunft?
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Der sattgrüne, perfekt gepflegte Rasen galt über Jahrzehnte als Sinnbild eines schönen Gartens. Heute gerät dieses Ideal zunehmend unter Druck. Heiße Sommer, längere Trockenperioden und ein steigender Wasserbedarf stellen viele Gartenbesitzer vor neue Herausforderungen. Gleichzeitig wird Wasser zu einer immer wertvolleren Ressource. Bereits heute gelten in einigen Regionen zeitweise Bewässerungsverbote oder Einschränkungen – eine Entwicklung, die sich mit dem Klimawandel weiter verstärken dürfte.
Bedeutet das das Ende des Rasens?
Nein. Aber seine Rolle im Garten wird sich verändern.
Früher war der Rasen häufig die Hauptfläche des Gartens. Große, durchgehende Grünflächen prägten das Bild. Künftig wird der Rasen häufiger zur Verbindungsfläche. Er verbindet Terrasse, Wege und Beete, dient als Spiel- und Aufenthaltsfläche und schafft Ruhe zwischen den Pflanzungen – muss aber nicht mehr den größten Teil des Gartens einnehmen.
Dort, wo Rasen wirklich genutzt wird, bleibt er auch in Zukunft sinnvoll. Wenig genutzte Flächen lassen sich dagegen oft besser mit Stauden, Gräsern, Bodendeckern oder Blumenwiesen gestalten. Sie benötigen meist deutlich weniger Wasser, fördern die Artenvielfalt und bringen über viele Monate Farbe und Struktur in den Garten.
Auch der verbleibende Rasen sollte an die veränderten Bedingungen angepasst werden. Trockenheitsverträgliche Rasenmischungen, eine Schnitthöhe von fünf bis sechs Zentimetern und durchdringendes Gießen fördern tiefe Wurzeln und erhöhen die Widerstandskraft. Dabei gilt: Ein brauner Rasen im Hochsommer ist nicht automatisch abgestorben. Viele Gräser gehen lediglich in eine natürliche Ruhephase und treiben nach ausreichendem Regen wieder aus.
Brunner-Tipp: Hinterfragen Sie bei einer Gartenumgestaltung, welche Rasenflächen tatsächlich genutzt werden. Oft entsteht ein attraktiverer und pflegeleichterer Garten, wenn einzelne Bereiche durch Staudenbeete oder naturnahe Pflanzungen ersetzt werden.
Ein klimafitter Garten wird nicht am Rasen gemessen – sondern an der Vielfalt seiner Pflanzen. Denn erst das Zusammenspiel von Bäumen, Sträuchern, Stauden, Gräsern und bewusst eingesetzten Rasenflächen macht einen Garten wirklich zukunftsfähig.
Richtig gießen – lieber selten, dafür gründlich
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Wasser wird in Zukunft eine immer wertvollere Ressource im Garten sein. Umso wichtiger ist es, vorhandenes Wasser möglichst effizient zu nutzen. Dabei entscheidet nicht allein die Wassermenge über den Erfolg, sondern vor allem die Art des Gießens. Viele Pflanzen werden zu häufig und mit zu kleinen Wassermengen gegossen. Dadurch bleibt die Feuchtigkeit in den oberen Bodenschichten, während die Wurzeln kaum in die Tiefe wachsen. Die Pflanzen werden anfälliger für Trockenperioden, da sie vollständig auf regelmäßige Bewässerung angewiesen sind.
Deutlich sinnvoller ist es, seltener, dafür aber durchdringend zu gießen. So gelangt das Wasser bis in tiefere Bodenschichten und regt die Pflanzen an, ein kräftiges Wurzelsystem auszubilden. Tiefwurzelnde Pflanzen können Trockenphasen deutlich besser überstehen als flach wurzelnde Exemplare.
Auch der richtige Zeitpunkt spielt eine wichtige Rolle. Gegossen wird idealerweise in den frühen Morgenstunden. Dann sind Boden und Pflanzen noch kühl, die Verdunstung ist gering und das Wasser kann optimal aufgenommen werden. Das Gießen in der Mittagshitze sollte dagegen vermieden werden, da ein großer Teil des Wassers ungenutzt verdunstet.
Besonders in den ersten Jahren nach der Pflanzung ist eine regelmäßige Wasserversorgung entscheidend. Ist ein Baum oder Strauch jedoch gut eingewachsen, sollte nur noch bei längeren Trockenphasen gegossen werden. So entwickeln sich widerstandsfähige Pflanzen, die sich weitgehend selbst versorgen können.
Brunner-Tipp: Gießen Sie lieber einmal pro Woche ausgiebig als jeden Tag nur wenige Minuten. Das spart Wasser und fördert die Ausbildung tiefer Wurzeln.
Bewässerung mit System
Wo regelmäßig gegossen werden muss, können moderne Bewässerungssysteme den Wasserverbrauch deutlich reduzieren. Tropfschläuche oder Tröpfchenbewässerungen geben das Wasser langsam und gezielt im Wurzelbereich ab. Dadurch verdunstet deutlich weniger Wasser als beim Beregnen von oben.
Zusätzlich lohnt sich das Sammeln von Regenwasser. Es ist kalkarm, kostenlos und steht den Pflanzen meist in einer angenehmen Temperatur zur Verfügung. Eine Regentonne oder Zisterne kann gerade in trockenen Sommern einen wertvollen Beitrag zur nachhaltigen Gartenbewässerung leisten.
Merke: Nicht möglichst viel Wasser macht Pflanzen widerstandsfähig – sondern die richtige Bewässerungsstrategie.
Mykorrhiza – wenn Pflanzen Hilfe aus dem Boden bekommen
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Ein gesunder Garten beginnt nicht erst an der Oberfläche. Ein großer Teil des Pflanzenlebens spielt sich unsichtbar im Boden ab. Eine besonders wichtige Rolle übernehmen dabei sogenannte Mykorrhizapilze. Sie leben in enger Gemeinschaft mit den Pflanzenwurzeln und gehen mit ihnen eine Partnerschaft ein, von der beide Seiten profitieren. Die feinen Pilzfäden vergrößern das Wurzelsystem um ein Vielfaches. Dadurch können Wasser und Nährstoffe aus einem deutlich größeren Bodenbereich aufgenommen werden. Gerade in Trockenperioden verschafft das den Pflanzen einen entscheidenden Vorteil. Gleichzeitig unterstützen Mykorrhizapilze die Wurzelentwicklung und fördern die Vitalität der Pflanzen.
Besonders bei Neupflanzungen kann eine gezielte Förderung dieser natürlichen Bodenpilze das Anwachsen erleichtern und die Widerstandskraft gegenüber Trockenstress erhöhen. Voraussetzung ist jedoch ein lebendiger Boden mit ausreichend organischer Substanz und möglichst wenigen Störungen. Neben einer guten Bodenvorbereitung und einer ausgewogenen Düngung können spezielle Dünger mit Mykorrhiza die Entwicklung des Bodenlebens gezielt unterstützen. Sie versorgen die Pflanzen nicht nur mit wichtigen Nährstoffen, sondern fördern gleichzeitig den Aufbau eines leistungsfähigen Wurzelsystems – eine sinnvolle Ergänzung, insbesondere bei der Pflanzung von Gehölzen, Hecken und Stauden.
Brunner-Tipp: Mykorrhiza ersetzt keine gute Bodenpflege – sie ergänzt sie. In Kombination mit einem humusreichen Boden, Mulch und einer bedarfsgerechten Düngung profitieren Pflanzen langfristig von einem starken Wurzelwerk.
Fazit – Klimafit gärtnern heißt vorausschauend handeln
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Der Klimawandel verändert unsere Gärten – aber er nimmt uns nicht die Freude am Gärtnern. Wer die natürlichen Zusammenhänge versteht und Pflanzen gezielt nach ihren Standortansprüchen auswählt, schafft Gärten, die auch unter veränderten Bedingungen dauerhaft funktionieren.
Ein klimafitter Garten entsteht nicht durch einzelne Maßnahmen, sondern durch das Zusammenspiel vieler Bausteine: ein gesunder Boden, standortgerechte Pflanzen, eine durchdachte Bewässerung und eine naturnahe Pflege. Oft sind es bereits kleine Veränderungen, die langfristig eine große Wirkung entfalten.
Dabei muss niemand seinen Garten komplett neu gestalten. Vielmehr lohnt es sich, bei jeder Neupflanzung und jeder Umgestaltung einen Schritt in Richtung Zukunft zu gehen. So entsteht Stück für Stück ein Garten, der mit den Herausforderungen des Klimawandels wächst – und gleichzeitig an Schönheit, Artenvielfalt und Lebensqualität gewinnt.
Merke: Nicht die Pflanze muss sich unserem Garten anpassen – sondern wir sollten die Pflanze wählen, die zum Standort passt.
