Stauden – winterhart, mehrjährig, vielfältig

Stauden für trockene Standorte

Kaum eine Pflanzengruppe ist so vielseitig wie Stauden. Sie bringen Farbe, Struktur und Leben in den Garten und begleiten uns – je nach Art – vom zeitigen Frühjahr bis weit in den Winter hinein. Ob sonniges Staudenbeet, schattiger Gehölzrand oder naturnahe Blühfläche: Für nahezu jeden Standort gibt es passende Stauden.

Mit der richtigen Planung entsteht ein pflegeleichtes Beet, das über viele Jahre hinweg Freude bereitet.

Rozanne

Was sind Stauden?

Stauden sind mehrjährige, krautige Pflanzen, deren oberirdische Pflanzenteile bei vielen Arten im Winter absterben. Im Frühjahr treiben sie aus ihren unterirdischen Überdauerungsorganen – beispielsweise Rhizomen, Wurzelstöcken oder Knollen – erneut aus.

Zu den Stauden zählen nicht nur klassische Blütenstauden, sondern auch viele Gräser, Farne und zahlreiche Wasserpflanzen.

Im Gegensatz dazu gehören Gehölze zu den dauerhaft verholzenden Pflanzen, während Sommerblumen meist nur eine Vegetationsperiode überdauern.

Warum Stauden in keinem Garten fehlen sollten

Stauden bieten eine enorme Vielfalt an Farben, Formen und Wuchshöhen. Durch geschickte Kombinationen lassen sich Beete gestalten, die vom Frühjahr bis in den Herbst hinein attraktive Blüten zeigen und auch im Winter mit Fruchtständen oder Gräsern Struktur bieten.

Weitere Vorteile:

  • große Auswahl für Sonne, Halbschatten und Schatten
  • zahlreiche trockenheitsverträgliche Arten
  • viele Stauden sind wertvolle Nahrungsquellen für Wildbienen und Schmetterlinge
  • langlebig und pflegeleicht
  • ideal zur Kombination mit Gehölzen, Rosen und Gräsern

Staudenbeete richtig planen

Ein gelungenes Staudenbeet beginnt mit der Auswahl passender Pflanzen für den jeweiligen Standort. Berücksichtigen Sie dabei insbesondere Lichtverhältnisse, Bodenbeschaffenheit und Feuchtigkeit.

Für eine harmonische Wirkung empfiehlt es sich, Stauden nicht einzeln, sondern in kleinen Gruppen derselben Sorte zu pflanzen. Dadurch entstehen ruhige Pflanzbilder mit einer natürlichen Ausstrahlung.

Besonders abwechslungsreich wirken Beete, wenn verschiedene Wuchshöhen, Blütezeiten und Blattstrukturen miteinander kombiniert werden. Ziergräser sorgen zusätzlich für Struktur und bringen auch im Herbst und Winter Bewegung in die Pflanzung.

Zufallspflanzung

Zufallspflanzung

Hierbei wird ein möglichst natürliches und lebendiges Erscheinungsbild angestrebt. Die Stauden werden mit möglichst gleichem Abstand nach dem Zufallsprinzip ausgelegt und gepflanzt. Bei der Auswahl der Stauden sind insbesondere der Lebensbereich, die Blütezeit sowie der jeweilige Ausbreitungsdrang zu berücksichtigen.

Aus das Idee der Zufallspflanzung sind die sogenannten Staudenmischungen konzipiert worden. Diese wurden von Staudengärtnern mit langjähriger Erfahrung für die unterschiedlichsten Standorte zusammengestellt und erprobt. Wie zuvor schon erwähnt, sind sie im öffentlichen Grün längst gängige Praxis. Ab eine Pflanzfläche ab 10 m² können die Staudenmischungen auch im Privatbereich bei Pflanzprojekten verwendet werden. Nähere Informationen dazu erhalten Sie in unserem Gartencenter oder unter www.staudenmischungen.de

Geselligkeitspflanzung

Geselligkeitspflanzung

Die Stauden werden gemäß ihrer Geselligkeit am Naturstandort kombiniert. Die sogenannten Gerüstbildner beziehen sich auf die üppigsten und höchsten Stauden in der Komposition. Diese werden abhängig von der Beetgröße einzeln oder in kleinen Gruppen von bis 3 bis 5 Pflanzen gesetzt. Begleitstauden erreichen meist eine Höhe von 40 bis 80 Zentimeter und werden in größeren Gruppen von 5 bis 8 Pflanzen gepflanzt. Die überwiegend bodendeckenden Füllstauden werden in größerer Menge ab 12 Stück gepflanzt.

In der Gesamtheit sollte auf eine ansprechende Gewichtung von Gerüstbildner, Begleit- und Füllstauden geachtet werden. Die prozentuale Verteilung sollte etwa so ausfallen:

Gerüstbildner: 5 – 10 %

Begleitstauden: 30 – 50 %

Füllstauden: 40 – 60 %

Gerüstbildner
Gerüstbildner: Rittersporn, Pfingstrose, Stockrose
Begleitstauden
Begleitstauden: Mädchenauge, Steppensalbei, Fackellilie
Füllstauden
Füllstauden: Immergrün, Storchschnabel, Schleifenblume

Mosaikpflanzung

Mosaikpflanzung

Ähnlich einem Mosaik besteht diese Pflanzung aus mehr oder weniger gleich großen Staudengruppen. Die jeweilige Gruppe besteht aus derselben Pflanzenart. Diese Gruppen werden mehrfach im Beet verteilt und folgen einer gewissen Höhenstaffelung. Diese Staudenbeete mit einem repräsentativen Charakter wirken besonders attraktiv vor Mauern und Hecken.

Bänderpflanzung

Bänderpflanzung

Die Bänder oder auch Drifts genannten Pflanzgruppen bestehen aus schmalen, parallel zur Hauptrichtung des Beets verlaufenden Bändern einer Art. Dadurch entsteht eine spannende und größere Tiefenwirkung.

Wussten Sie schon?

Stauden wirken am schönsten, wenn sie in Gruppen gepflanzt werden. Einzelne Pflanzen gehen optisch häufig unter, während Gruppen deutlich natürlicher und harmonischer wirken.

Stauden richtig pflanzen

Vor der Pflanzung sollte der Boden gründlich vorbereitet werden. Entfernen Sie Wurzelunkräuter sorgfältig und lockern Sie den Boden tiefgründig auf.

Je nach Standort kann eine Bodenverbesserung sinnvoll sein:

  • schwere Böden mit Sand oder Splitt lockern,
  • sehr sandige Böden mit Humus oder geeigneter Pflanzerde verbessern.

Legen Sie die Pflanzen zunächst im Topf auf der Fläche aus. So können Sie die Anordnung noch problemlos verändern.

Die Pflanzabstände richten sich nach der späteren Wuchsbreite der jeweiligen Art. Angaben auf dem Pflanzetikett oder in der Pflanzenbeschreibung helfen bei der Orientierung.

Nach dem Pflanzen sollten die Stauden gründlich angegossen werden, damit sich Erde und Wurzeln gut verbinden.

Unser Wurzelaktivator mit Mykorrhiza-Pilzen kann das Anwachsen frisch gepflanzter Stauden unterstützen.

Pflege leicht gemacht

Während der Anwachsphase benötigen Stauden regelmäßige Wassergaben. Später kommen viele Arten mit deutlich weniger Pflege aus.

Außerdem empfiehlt sich:

  • Unkraut regelmäßig entfernen,
  • bedarfsgerecht düngen,
  • bei geeigneten Standorten mulchen, um die Bodenfeuchtigkeit länger zu erhalten.

Welche Mulchmaterialien sinnvoll sind, hängt von der jeweiligen Pflanzung ab. Während humusliebende Stauden häufig von organischem Mulch profitieren, bevorzugen viele trockenheitsverträgliche Arten eher mineralische Materialien wie Splitt oder Kies.

Stauden richtig zurückschneiden

Viele Stauden sollten erst im zeitigen Frühjahr zurückgeschnitten werden.

Samenstände und abgestorbene Triebe bieten im Winter nicht nur einen schönen Anblick, sondern dienen zahlreichen Insekten als Überwinterungsquartier und bieten Vögeln eine wichtige Nahrungsquelle.

Einige Stauden – beispielsweise Katzenminze, Steppensalbei oder Rittersporn – danken einen Rückschnitt direkt nach der ersten Blüte häufig mit einer zweiten Blüte im selben Jahr.

Arten, die sich stark selbst aussäen, können nach der Blüte zurückgeschnitten werden, wenn eine unkontrollierte Ausbreitung verhindert werden soll.

Krankes oder stark von Pilzkrankheiten befallenes Laub sollte möglichst entfernt und nicht auf dem Kompost entsorgt werden.

Unser Fazit

Stauden gehören zu den vielseitigsten Gartenpflanzen überhaupt. Mit einer sorgfältigen Planung und standortgerechten Pflanzenauswahl entstehen langlebige, pflegeleichte Beete, die über viele Jahre hinweg mit Blüten, attraktiven Blättern und abwechslungsreichen Strukturen begeistern.

Ob sonniges Staudenbeet, schattiger Gehölzrand oder naturnaher Garten – wir unterstützen Sie gerne bei der Auswahl passender Pflanzen und helfen Ihnen dabei, Ihr persönliches Wunschbeet zu gestalten.

Besuchen Sie uns und entdecken Sie die Vielfalt. Wir beraten Sie gerne.