Heidelbeeren: Pflanzung – Pflege – Schnitt

Heidelbeeren

Ob als Heidelbeer-Muffin, im gesunden Müsli oder einfach im Vorbeigehen:

Heidelbeeren erfreuen sich wachsender Beliebtheit. Wie Sie Heidelbeeren richtig pflanzen, pflegen und schneiden, erfahren Sie hier.

Die in unseren Gärten häufig anzutreffenden Heidelbeeren (auch Blaubeeren oder Schwarzbeeren genannt) stammen von der amerikanischen Heidelbeere (Vaccinium corymbosum). Die erst seit rund einhundert Jahren kultivierte Pflanze ist mit den bei uns heimischen Waldheidelbeeren (Vaccinium myrtillus) verwandt. Anders als diese, ist das Fruchtfleisch der Kulturheidelbeeren weiß und färbt beim Einkochen den Saft nicht. Beide Arten gehören zu der Familie der Heidekrautgewächse (Ericaceae). Weil diese Moorbeetpflanzen sind, sollten Sie folgende Tipps bei der Pflanzung beachten.

Pflanzung

Heidelbeeren sind Moorbeetgehölze. Sie bevorzugen wie Rhododendren einen lockeren, humosen und sauren Boden, also einen niedrigen pH-Wert. In der Regel sind kultivierte Gartenböden kalkhaltig und somit basisch. Durch das Mischen des Aushubs mit Rindenhumus und Torf kann der richtige pH-Wert erreicht werden. Beim Mischen sollte der Anteil an Aushub maximal die Hälfte ausmachen. Einfacher geht es, wenn Sie das Pflanzloch komplett mit unserer frux Rhododendron-Erde füllen und die Heidelbeere darin bündig einpflanzen.

Heidelbeeren breiten ihre Wurzeln eher flach und der Erdoberfläche nahe aus. Aus diesem Grund ist es wichtig, ein breites Pflanzloch vorzubereiten.

Heidelbeeren sind nur bedingt selbstfruchtbar. Wir empfehlen Ihnen aus diesem Grund unbedingt dazu, mindestens zwei Pflanzen verschiedener Sorten zu setzen. Durch die Fremdbestäubung nimmt sowohl der Ertrag als auch die Fruchtqualität zu.

Pflege

Weil Heidelbeeren wie erwähnt flach wurzelnd sind fehlen ihnen tiefgreifende Wurzeln, die während der oft niederschlagsarmen Sommermonate Wasser aus tieferen Bodenschichten fördern. Deshalb leiden Heidelbeeren gelegentlich an Trockenheit. Darum ist es wichtig, dass Sie den Boden um die Pflanze großflächig und regelmäßig wässern. Das Viel an Wasser ist hier, anders als bei vielen anderen Pflanzen, nicht nötig. Verwenden Sie zum Gießen möglichst Regenwasser. Kalkhaltiges Regenwasser hebt den pH-Wert des Bodens an und erschwert die Nährstoffaufnahme.

Zur Pflege von Heidelbeeren gehört es auch, sie jährlich zu düngen. Verwenden Sie mit Wachstumsbeginn unseren Rhododendron-Dünger von Cuxin DCM. Dieser sauer wirkende Dünger kann von den Pflanzen gut aufgenommen werden und sorgt für gesundes Wachstum und üppige Ernte.

Als Mulchschicht hat sich Rindenmulch bewährt. Dessen Zersetzung sorgt zusätzlich für ein saures Milieu.

Schnitt

Wegen ihrer langsamen Entwicklung werden Heidelbeeren die ersten Jahre nach der Pflanzung nicht geschnitten. Etwa ab dem vierten Standjahr beginnt man, die ältesten Triebe bodennah zu entfernt. Sie sind auf Grund ihrer dunklen Farbe und starken Verzweigung gut zu erkennen. Weil die Heidelbeeren den höchsten Ertrag an den zwei- und dreijährigen Trieben liefert, empfehlen wir Ihnen, alle drei bis vier Jahre einen Lichtungsschnitt durchzuführen. So gelangt auch wieder mehr Licht in den Strauch und die Pflanze wird dazu angeregt, neue Triebe aus der Basis zu bilden. Kranke, beschädigte und zu flach stehende Triebe sollten dabei auch entfernt werden. Schneiden Sie die Sträucher behutsam und vermeiden Sie einen radikalen Schnitt.

Der beste Zeitpunkt für den Schnitt von Heidelbeeren ist der ausgehende Winter. Bei frostfreiem Wetter zwischen Mitte Februar und Mitte März. Zu diesem Zeitpunkt ist die Pflanze nicht im Wachstum und verträgt den Schnitt besser. Der sogenannte Winterschnitt regt das Wachstum an und sorgt für ausreichend junge Triebe.

Übrigens: Die Teils über einen Meter langen, unverzweigt aus dem Boden schießenden Triebe der Heidelbeere sind wertvoll. Es handelt sich dabei nicht um Wassertriebe. Sie sind künftiges Fruchtholz und dürfen nicht entfernt werden.

 

 

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