Rasenpflege leicht gemacht – So bleibt Ihr Rasen dicht und gesund

Ein dichter, gesunder Rasen bildet den Mittelpunkt vieler Gärten. Er dient als Spielfläche für Kinder, als Liegewiese oder verbindet Beete und Gehölze zu einem harmonischen Gesamtbild.

Damit der Rasen dauerhaft vital bleibt, benötigt er jedoch mehr als gelegentliches Mähen. Mit der richtigen Pflege, einer ausgewogenen Düngung und einer bedarfsgerechten Bewässerung schaffen Sie die Grundlage für eine belastbare und widerstandsfähige Rasenfläche.

Die Grundlage: Hochwertiges Saatgut

Ein schöner Rasen beginnt bereits bei der Auswahl des richtigen Saatguts.

Hochwertige Rasenmischungen bestehen überwiegend aus langsam wachsenden, feinblättrigen Gräsern. Sie bilden eine besonders dichte Grasnarbe und verdrängen Unkräuter deutlich besser als einfache Mischungen.

Billigere Saatgutmischungen enthalten häufig schnell wachsende Futtergräser. Diese müssen häufiger gemäht werden und bilden meist keine dauerhaft geschlossene Rasenfläche.

Achten Sie deshalb möglichst auf hochwertige RSM-zertifizierte Rasenmischungen, die auf den jeweiligen Verwendungszweck abgestimmt sind.

Wussten Sie schon?

Ein dichter Rasen ist der beste natürliche Schutz gegen Unkraut. Je geschlossener die Grasnarbe ist, desto schwerer können sich Löwenzahn, Klee oder andere Wildkräuter ansiedeln.

Rasen richtig mähen

Rasen mähen

Der häufigste Pflegefehler ist ein zu tiefer Rasenschnitt.

Als Faustregel gilt: Pro Mähgang sollte nie mehr als ein Drittel der Halmlänge entfernt werden. Für Gebrauchsrasen hat sich eine Schnitthöhe von etwa 4 bis 5 Zentimetern bewährt. In heißen Sommern darf der Rasen gerne etwas höher bleiben.

Längere Halme beschatten den Boden besser, wodurch weniger Wasser verdunstet und Unkräuter schlechter keimen können.

Während der Hauptwachstumszeit genügt meist ein Schnitt pro Woche.

Rasen richtig düngen

Beim Mähen verliert der Rasen regelmäßig Nährstoffe. Werden diese nicht ersetzt, lässt die Vitalität nach und Moos oder Unkraut können sich leichter ausbreiten.

Für eine gleichmäßige Nährstoffversorgung eignen sich hochwertige Langzeitdünger. Sie geben ihre Nährstoffe über mehrere Wochen hinweg kontinuierlich ab und fördern einen dichten, belastbaren Rasen.

Im Gegensatz dazu wirken rein mineralische Schnellstarter oft nur kurzfristig. Das führt zwar zu einem schnellen Wachstum, der Rasen muss jedoch häufiger gemäht werden und reagiert empfindlicher auf Trockenstress.

Für die meisten Hausgärten reichen drei Düngergaben pro Jahr aus:

  • Frühjahr (März/April)
  • Frühsommer (Juni)
  • Herbst (September/Oktober)

Nach jeder Düngung sollte ausreichend gewässert werden, sofern kein Regen angekündigt ist.

Besonderheiten bei Mährobotern

Mähroboter hinterlassen das Schnittgut auf der Rasenfläche. Die feinen Grasschnittreste können grundsätzlich als natürliche Nährstoffquelle dienen.

Bleibt jedoch dauerhaft zu viel Schnittgut liegen, kann sich eine Filzschicht bilden. Diese verschlechtert die Belüftung des Bodens und erschwert das Eindringen von Wasser und Nährstoffen.

Spezielle Rasendünger für robotergemähte Flächen fördern die biologische Umsetzung dieses Rasenfilzes und unterstützen gleichzeitig einen dichten und belastbaren Wuchs.

Moos und Unkraut – Ursachen statt Symptome bekämpfen

Unkraut im Rasen

Moos und Unkraut sind meist keine Ursache, sondern ein Hinweis darauf, dass die Wachstumsbedingungen für den Rasen nicht optimal sind.

Häufige Ursachen sind:

  • zu kurzer Rasenschnitt
  • Nährstoffmangel
  • Bodenverdichtung
  • Staunässe
  • starke Beschattung
  • ungeeigneter pH-Wert des Bodens

Eine regelmäßige Düngung, gelegentliches Vertikutieren, Nachsaat und eine gute Bodenbelüftung helfen meist deutlich nachhaltiger als eine reine Bekämpfung der Symptome.

Einzelne Unkräuter lassen sich auf kleineren Flächen problemlos von Hand entfernen. Bei stärkerem Befall beraten wir Sie gerne zu geeigneten Maßnahmen.

Rasen richtig bewässern

Rasen wässern

Auch ein gesunder Rasen leidet unter längeren Trockenperioden.

Entscheidend ist jedoch nicht die Häufigkeit, sondern die Wassermenge.

Gießen Sie lieber seltener, dafür durchdringend. Dadurch wird das Wurzelwachstum in tiefere Bodenschichten angeregt und der Rasen kommt später deutlich besser mit Trockenheit zurecht.

Als Orientierung gelten etwa 10 bis 15 Liter Wasser pro Quadratmeter, ein- bis zweimal pro Woche – abhängig von Bodenart und Witterung.

Die beste Zeit zum Bewässern sind die frühen Morgenstunden. Dann verdunstet deutlich weniger Wasser als während der Mittagshitze.

Mähroboter und Igel

Igel

Mähroboter erleichtern die Rasenpflege erheblich. Zum Schutz von Igeln und anderen nachtaktiven Tieren sollten sie jedoch möglichst nur tagsüber eingesetzt werden.

Vor allem in der Dämmerung und nachts sind Igel auf Nahrungssuche unterwegs und können von den Geräten schwer verletzt werden.

Mit einer Nutzung am Tag leisten Sie einen einfachen Beitrag zum Artenschutz.

Muss es überall Rasen sein?

Rasen ist als Spiel- und Nutzfläche kaum zu ersetzen.

Dort, wo er nicht regelmäßig genutzt wird, können Stauden, Gräser oder blühende Bodendecker jedoch eine pflegeleichte und klimaangepasste Alternative sein.

Sie müssen deutlich seltener gemäht und bewässert werden und schaffen gleichzeitig wertvolle Lebensräume für zahlreiche Insekten.

Unser Fazit

Ein schöner Rasen entsteht nicht durch möglichst viel Pflege, sondern durch die richtige Pflege.

Hochwertiges Saatgut, regelmäßiges Mähen, eine ausgewogene Düngung und bedarfsgerechtes Bewässern sorgen langfristig für eine dichte und widerstandsfähige Grasnarbe.

Gerne unterstützen wir Sie bei der Auswahl des passenden Saatguts sowie der richtigen Dünger und Pflegemaßnahmen für Ihren Garten.