Würmer im Apfel – ohne Pflanzenschutzmittel erfolgreich bekämpfen

Apfelwickler Made
Es ist ärgerlich. Sie haben sich mit bestem Wissen über den Sommer hinweg um Ihren Apfelbaum gekümmert. Bei der langersehnten Ernte müssen Sie allerdings feststellen, dass die Äpfel verwurmt sind. Wir erklären Ihnen, was Sie dagegen tun können.

Der Verursacher dieses Schadbildes ist der Apfelwickler. Der braun-graue Falter hat eine Spannweite von etwa zwei Zentimetern. Die Flügel haben helle Streifen und einen kupferfarbenen Fleck am Ende. Die dämmerungsaktiven Insekten sind besonders bei Temperaturen unter 20 Grad Celsius aktiv.

Apfelwickler Falter

Die geschlüpften Raupen sind nur ca. zwei Millimeter lang, gelblich weiß und haben einen dunklen Kopf. In ihrem letzten Entwicklungsstadium erreichen sie eine Größe von bis zu zwei Zentimetern.

Die Raupen des Apfelwicklers überwintern direkt auf dem Apfelbaum. In einem dichten Gespinst sind sie unter Borkenschuppen vor der Kälte geschützt. Ende Mai verpuppen sich die Tiere und bereits Mitte Mai schlüpfen die ersten Falter. Kurz darauf legen die weiblichen Tiere bis zu 80 Eier einzeln an den jungen Früchten ab. Nach einer Entwicklungszeit von rund vierzehn Tagen schlüpfen die jungen Raupen und beginnen sich sowohl von der Schale als auch von Fruchtfleisch und Kernen zu ernähren. Nach ca. vier Wochen verlassen die Raupen den Apfel wieder und kriechen unter die Rinde wo sie wie erwähnt den Winter verbringen.

Die Schäden an den Früchten erkennen Sie bereits an de noch unreifen Früchten an kleinen Bohrlöchern in der Schale. Bei reifen Früchten erkennen Sie den Befall an den spiralförmigen Fraßgängen im Fruchtfleisch und nicht zuletzt durch die unappetitlichen Kotspuren in Apfel.

Wurmloecher

Vom Apfelwickler befallene Früchte fallen häufig frühzeitig vom Baum oder sind nicht mehr lagerfähig. Durch gründliches Ausschneiden sind die Früchte jedoch bei zügiger Verarbeitung noch zu verwerten.

Weil der Apfelwickler in zwei oder mehreren Generationen auftritt, ist eine kontinuierliche Beobachtung des Befalls nötig.
Bekämpfung

Das Auflesen und anschließende Entsorgen von befallenem Fallobst sowie das entfernen betroffenen unreifen Früchten kann die Population bereits deutlich reduzieren. Entsorgen Sie diese Früchte bitte nicht auf dem Kompost, weil sich die Tiere auch dort weiterentwickeln können.

Eine einfache Methode des Absammelns von den Tieren ist ein Fanggürtel aus Wellpappe. Etwa Ende Juni wird ein 10 bis 20 Zentimeter breiter Streifen aus Wellpappe um den Stamm gewickelt. Der Stützpfahl sollte ebenfalls eine Manschette erhalten. Die Raupen kriechen auf der Suche nach einem, für die Verpuppung geeigneten Ort, unter die Pappe. Kontrollieren Sie nun wöchentlich diesen Fanggürtel und vernichten Sie die Schädlinge.

Eine zusätzliche Möglichkeit, den Apfelwickler effektiv zu bekämpfen sind die sogenannten Pheromonfallen. Eine Leimtafel wird in Kombination mit einem Sexuallockstoff zwischen Mai und August im Baum aufgehängt. Durch diese Pheromone angelockte Männchen bleiben dann an dieser Leimtafel kleben. Die Zahl der befruchteten Weibchen und somit auch von befruchteten Eiern reduziert sich dadurch. Mit der Bekämpfung durch Pheromonfallen wird witterungsabhängig Anfang Mai.

Es gibt aber auch natürliche Feinde von Apfelwicklern. Nützlinge wir Schlupfwespen und Ohrwürmer machen sich über die Raupen her. Fressfeinde der adulten Tiere sind Insektenfresser wie Vögel aber auch die bereits in der Dämmerung aktiven Fledermäuse. So ist allgemein auch den Erhalt von Lebensraum eine natürliche Bekämpfung von Schädlingen.

Besuchen Sie uns und entdecken Sie die Vielfalt. Wir beraten Sie gerne.