Blasenspiere – insektenfreundlich, dekorativ und anspruchslos

Die Blasenspiere ist ein überaus beliebter Gartenstrauch. Seit einigen Jahren hält sie Einzug in unsere Gärten und schmückt diese auf ihre ganz besondere Art.

Alles was Sie über die Blasenspiere wissen müssen, erfahren Sie hier.

 

Herkunft der Blasenspiere

Die Blasenspiere (Physocarpus opulifolius) ist in Wäldern im östlichen Nordamerika beheimatet. Bereits Mitte des 19. Jahrhunderts  war diese schon als Gartenstrauch bekannt. Gerade in den letzten Jahren entstanden einige attraktive Sorten, die das Sortiment an winterharten Gartensträuchern besonders durch ihre Laubschönheit bereichern. Wohl die bekannteste Sorte von ihnen ist 'Diabolo'. Diese Sortenbezeichnung hat gerade unter Hobbygärtner:innen auch zu dem Namen "Teufelsstrauch" geführt. Weil Fasane gerne die Früchte des Strauchs fressen wird die Blasenspiere auch Fasanenspiere genannt.

Wie schnell wächst die Blasenspiere?

Die Blasenspiere ist an sich raschwüchsig. Hochwachsende Sorten wie 'Diabolo' erreichen eine Höhe von etwa 2,5 bis 3 Meter. Etwas schwächer im Wuchs sind Sorten wie 'Dart´s Gold' und 'Amber Jubilee'. Sie werden rund 1,5 Meter hoch. Zwergsorten wie 'Little Devil' und 'Little Angel' werden nur etwa einen Meter hoch. Im Wuchs sind sich die verschiedenen Sorten jedoch gleich. Er ist straff aufrecht mit einem als trichterförmige zu beschreibendem Aufbau. Bei den hohen Sorten ist gelegentlich ein etwas überhängender Wuchs zu beobachten. Besonders dekorativ ist die Rinde der Blasenspiere. An den älteren, stärkeren Trieben blättert diese in langen Fetzten ab. Vor allem während der Wintermonate ist dies ein attraktiver Aspekt für den laubabwerfenden Strauch.

Weiter Gehölze mit attraktiver Rinde finden Sie hier.

Blätter

Die farbigen Blätter der Blasenspiere sind mit Sicherheit die Besonderheit dieses Strauchs. Die Blätter der verschiedenen Sorten sind braun-rot, kupfer-rot, schwarz-rot oder auch goldgelb bis lindgrün. Die drei- bis fünflappig eingekerbten Blätter der Fasanenspiere erinnern an das Laub von Johannisbeeren.  Zusätzlich zeigt die Blasenspiere eine überaus attraktive Herbstfärbung.

Weitere Gehölze mit attraktivem Laub finden Sie hier.

Blüten

Von Mai bis Juni zeigen sich die weißen, manchmal auch blassrosa Blüten. Gerade die purpurfarbenen Staubbeutel der Blüten sind von besonderer Schönheit und werden gerne von Bienen und anderen Insekten angeflogen. Zusammen in dichten Büscheln angeordnet, ähneln sie den Blüten von Spiersträuchern.

Früchte

Aus jeder Einzelblüte entsteht eine blasenartige Fruchtkapseln. Dies erklärt sowohl den deutschen als auch den botanischen Namen. Im Griechischen bedeutet "Physa" Blase und "karpos" - Frucht. Die Haltbaren Fruchtkapseln sind lange haltbar und eignen sich zum Dekorieren und Basteln.

Welchen Standort benötigt die Blasenspiere?

Besondere Ansprüche stellt dieser Strauch nicht. Er gedeiht auf allen humosen und durchlässigen Böden. Gerade rotblättrige Sorten bevorzugen einen sonnigen Stand. Nur so können die Blätter ihre volle Farbkraft entfalten. Gelbe Sorten gedeihen besonders schön an halbschattigen Standorten. Die Herbstfärbung fällt bei sonnigem Stand ebenfalls kräftiger aus. Schädlinge und Krankheiten treten äußerst selten auf. Insgesamt ist die Blasenspiere robust, anspruchslos und anpassungsfähig. Einmal angewachsen ist sie äußerst Trockenheit vertragend. Mehr Trockenkünstler finden Sie hier.

Wie schneide ich die Blasenspiere?

Die Blasenspiere blüht an mehrjährigem Holz. Ein gelegentlicher Lichtungsschnitt erfolgt alle 2 bis 3 Jahre. Dabei werden die ältesten Triebe bodennah herausgeschnitten. Weil der Strauch dazu neigt, an alten Trieben blühfaul zu werden, sollten Sie auf diesen Lichtungsschnitt nicht verzichten. Mehr über Gehölzschnitt erfahren Sie hier.

Wie verwende ich die Blasenspiere?

Die Blasenspiere eignet sich hervorragend als Strauch für freiwachsende Hecken. Vor allem buntlaubige Sorten setzen farbliche Akzente. Besonders attraktiv wirkt es, wenn Sie helllaubige und dunkellaubige Sorten nebeneinander setzen. Selbstverständlich wirkt der Blütenstrauch auch  in Einzelstellung. Die schwachwüchsigen Zwergsorten eignen sich ganz besonders für kleinere Pflanzflächen in Kombination mit Stauden.

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